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06.09.2017, 19:30 Uhr | Peter Harnisch

Straßenausbau Gartenstadt Großziethen

Umdenkungsprozess eingeleitet?

Für die seit vielen Jahren andauernden Diskussionen um die Ausbauplanung der Anliegerstraßen der sogenannten Gartenstadt im Schönefelder Ortsteil Großziethen scheint sich ein Umdenken bei der Verwaltung abzuzeichnen.

Schönefeld -


So erklärte der Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld, Dr. Udo Haase, im Verlauf der heutigen, 25. Sitzung der Gemeindevertretung sinngemäß, dass die bisherigen Planungen einer erneuten Prüfung unterzogen werden sollen, hierzu wurde ein externer Planer beauftragt, um endlich eine gemeinverträgliche, transparente und von möglichst vielen getragene Lösung zu erarbeiten. In jedem Falle wird erst nach Abschluss der Planungen und nach Beteiligung der betroffenen Einwohner gebaut, keinesfalls mehr im Kalenderjahr 2017. Eine diesbezügliche Veröffentlichung des Sachstandes wird im Gemeindeanzeiger erfolgen. 

Bei der Gartenstadt Großziethen handelt es sich um ein schwieriges Gelände, welches nicht allein auf Grund der Zusammensetzung des Untergrundes, sondern auch seitens mannigfaltiger Höhenunterschiede straßenbauplanerisch schwer in Einklang zu bringen ist. Allenthalben treffen bestehende Fahrbahnen und Grundstücke in verschiedensten Höhenlagen aufeinander. Ein einheitliches, die gesamte Gartenstadt abbildendes, Regenwasserkonzept wurde bisher nicht zur Grundlage gemeindlicher Ausbauplanungen. Starkregenfälle der jüngsten Vergangenheit bewiesen die Problemsituation. In deren Folge überfluteten Teile ganzer Straßenzüge sowie Grundstücke und Einfamilienhäuser in tieferen Lagen. Lediglich der Nothilfe der Freiwilligen Feuerwehr ist es zu danken, dass mittels erheblichen Aufwands größere Schäden verhindert wurden.

Seit Sommer 2017 verdichteten sich die Hinweise, dass noch in diesem Oktober mit Ausbauarbeiten einzelner Straßenzüge begonnen werden sollte, obwohl es noch an verschiedenen planerischen Abstimmungen, insbesondere der Bürgerbeteiligung fehlte. Weitere vorbereitende Handlungsbedarfe hätte es seitens der Verwaltung bis dahin bedurft. Erst auf eindringliche Nachfragen der CDU Fraktion scheint nunmehr ein Umdenkungsprozess angestoßen worden zu sein, für dessen angestrebten Erfolg an erster Stelle eine behutsame Kommunikation mit der Einwohnerschaft, auf der Grundlage eines noch zu erstellenden ganzheitlichen Ausbaukonzeptes zu stehen hat. Kern des Forderungskataloges ist es, die Einwohnerschaft mittels einer abgestimmten, ganzheitlichen und transparenten Planung einzubeziehen und so die erforderliche Identifikation für das überwiegend aus Anliegerbeiträgen zu finanzierende Projekt herzustellen.

Unsere Erwartung ist keinesfalls zu verzögern sondern, dieses schwierige Ausbauvorhaben, mit Blick auf die Nachhaltigkeit für kommende Generationen, in eine verantwortliche Hand zu überführen, die die bisherigen Überlegungen aufgreift und errungene Beschlüsse berücksichtigt. Bestenfalls ist aus der aufzuarbeitenden Vergangenheit zu lernen und so ein gemeinsam zu tragender Abschluss zu finden.