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29.10.2018, 12:31 Uhr

Angela Merkel verzichtet im Dezember auf den Parteivorsitz

„In den letzten zwei Jahrzehnten hat Angela Merkel die Union ganz wesentlich geprägt. Ihr verdanken Deutschland und die CDU eine überaus erfolgreiche Epoche“, sagt Ingo Senftleben zu ihrer Entscheidung. 

„Angela Merkel hat große Verdienste und es war immer klar, dass sie selbst am besten einschätzen kann, wann der Zeitpunkt für einen Wechsel an der Parteispitze gekommen ist. Es gebührt ihr großer Respekt, dass sie diese Entscheidung jetzt gefällt hat.

Die Ergebnisse in Bayern und Hessen waren deutlich geprägt vom schlechten Erscheinungsbild der Bundesregierung. Die Wähler würden nicht verstehen, wenn das ohne sichtbare Konsequenzen bliebe.
 
Wir sind als Union gut aufgestellt und mit personellen Veränderungen können wir wieder mehr Vertrauen aufbauen. Wir müssen aber verhindern, dass der Eindruck entsteht, uns seien Einzelpersonen wichtiger als das Land.
 
In einem Monat haben wir einen Parteitag in Hamburg, dort müssen wir als Union zeigen, dass wir verstanden haben.
 
Im Gespräch mit Bürgern erlebe ich, dass nicht nur die Art und Weise der Großen Koalition kritisiert wird, sondern die Tatsache, dass es sie überhaupt gibt. Vertrauen und wirkliche Zustimmung fehlten der aktuellen Koalition von Anfang an.
 
Wir brauchen deshalb einen spürbaren Ruck in der Berliner Republik. Durchhalteparolen und eine Politik des Weiter so würden uns als Volkspartei schaden und den allgemeinen Frust nur steigern.“



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