Interimsschule in Waltersdorf: Bau läuft – Fehlentscheidung bleibt

07.03.2026

Der Bau der Interimsschule in Waltersdorf für die interkommunale Grundschule in Schulzendorf hat begonnen.
Am Standort Diepenseer Straße / Königs Wusterhausener Straße entsteht ein modularer Schulstandort, der kurzfristig fehlende Grundschulplätze auffangen soll.

Die Baugenehmigung wurde am 20.01.2026 erteilt, der Tiefbau startet am 26.01.2026. Damit wird der enge Zeitplan derzeit eingehalten.
Die Containeranlagen werden zwischen dem 30.03. und 17.04.2026 gestellt, anschließend folgt die Innenausstattung. Abnahme und Übergabe sind für Ende Juli 2026 vorgesehen.

Parallel wird der Außenbereich hergestellt, der zum Schulstart fertig sein soll.

Eine Busanbindung sowie eine gesicherte Querung (Ampel/Zebrastreifen) sind eingeplant. Auch eine Hortbetreuung am Standort ist vorgesehen.

So startet der Schulbetrieb:
• 2026: fünf Klassen (drei erste Klassen und zwei zweite Klassen, die derzeit noch in Schulzendorf beschult werden)
• 2027: Erweiterung auf acht Klassen

Die Interimslösung ist als Überbrückung bis zur Fertigstellung der neuen Grundschule in Schulzendorf im Jahr 2028 geplant.

Die CDU-Fraktion Schönefeld sagt deutlich:
Der Bau einer interkommunalen Grundschule in Schulzendorf ist zum jetzigen Zeitpunkt der falsche Weg.
Der tatsächliche und dynamisch wachsende Schulplatzbedarf entsteht in Schönefeld. Neue Wohngebiete, steigende Kinderzahlen und langfristige Bevölkerungsprognosen machen das unmissverständlich deutlich.
Wer heute plant, muss dort bauen, wo Kinder wohnen – nicht dort, wo gerade Flächen verfügbar sind.

Mit der geplanten Inbetriebnahme der Schule in Schulzendorf ab 2028/29 droht eine dauerhafte Fehlsteuerung:
Schönefelder Kinder würden täglich in eine Nachbargemeinde gefahren, statt ihnen kurze, sichere Schulwege vor Ort zu ermöglichen. Das belastet Familien, erhöht Verkehrsaufkommen und widerspricht einer nachhaltigen Bildungs- und Verkehrspolitik.
Unser Standpunkt

Die Interimsschule in Waltersdorf ist notwendig, um kurzfristig handlungsfähig zu bleiben. Sie darf aber kein Feigenblatt für falsche Standortentscheidungen sein.

Unsere Forderung ist klar:
• Neue dauerhafte Grundschulstandorte in Schönefeld
• Kurze Schulwege statt Schülertransporte
• Vorausschauende Planung statt Notlösungen

Bildungspolitik braucht Ehrlichkeit und den Mut, Fehlentscheidungen klar zu benennen. Dafür steht die CDU-Fraktion Schönefeld.

 

Foto: Tino Heintke